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Wir über uns
90Jahre VfB
Am 28.März 1921 wurde von einigen Mitgliedern des TV Bad Rappenau ein „Verein für Bewegungsspiele“ als Unterabteilung der Turner gegründet.
Schnell erkannten die Pioniere der ersten Stunde, dass ein Verbleiben im bisherigen Verein nicht ihren Vorstellungen entsprach.
Der erste Vorstand des neuen Vereines, Maurermeister Heinrich Auer, hat gemeinsam mit Otto Stier, Eugen Veith und Hermann Roser unter größtem persönlichem Einsatz dem VfB ein festes Fundament gegeben.
Wie bei vielen Vereinen, die sich im Fußballspiel versuchten, war es nur unter größten Schwierigkeiten möglich, eine geeignete Wiese zum Spielen zu organisieren. Mancher Grundstücksbesitzer musste mit viel Geschick um Erlaubnis gebeten werden.
Als erster ständiger Spielort konnte von den Herren von Gemmingen die Seewiese gepachtet werden.
Nach langen, zähen Verhandlungen mit dem Haus von Gemmingen gelang es dem damaligen 1.Vorsitzenden Otto Zimmermann, dem VfB am Sanatoriumswald eine feste Bleibe zu geben.

Unmittelbar nach Indienststellung der neuen Heimstatt errang der VfB im Jahre 1935 den Meistertitel der Kreisklasse.
In den Jahren 1937/38,1938/39 wurde die Mannschaft Meister in der Kreisklasse 1 Unterbaden.
Nach Kriegsende versuchten sofort einige Fußballbegeisterte um Manfred Auer, ihren geliebten Fußballsport zu neuem Leben zu erwecken. Er initiierte mit einigen Sportkameraden aus dem Unterland eine Freundschaftsrunde mit renommierten Vereinen, wie VfR Heilbronn, Union Böckingen und SV Neckarsulm, in welcher der VfB keine schlechte Figur abgab.

Nachdem sich die Vereinsstrukturen gefestigt hatten, wurde der Verbandsspielbetrieb wieder aufgenommen.
Schon in der der Saison 1946/47 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse Heilbronn.
Im Jahre 1951 stieg die 1.Mannschaft in die Bezirksklasse Unterland auf. Auch
1954/55 schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse Unterland.
Nach dem plötzlichen Tod des 1.Vorsitzenden Heinz Hilsmann, folgten unruhige Jahre im Verein, weil es nicht gelang, einen 1.Vorsitzenden für eine längere Amtszeit zu finden. So führten in kurzen Zeitabständen Emil Dörzbach, Otto Stier und Günter Rothenhöfer den VfB.
Als 1960 Werner Klempp den Posten des Vereinschefs übernahm, gelangte das Vereinsschiff in ruhiges Fahrwasser.

Fast unglaubliche 22 Jahre führte Klempp den VfB zu einem allseits geschätzten Partner im Sport und gesellschaftlichen Leben in Bad Rappenau. Ihm standen Heinz Schütze, (2.Vorsitzender), Reinhard Lenz, (Schriftführer), Otto Hofmann (Spielaus- schuss) und Robert Metz (Jugendleiter) zur Seite.
Als Meilenstein in der VfB Geschichte kann der Bau einer Baracke beim Sportplatz gesehen werden, weil sich die Aktiven den weiten Weg vom Vereinslokal durchs Dorf sparen konnten. So wurde die „Eckfahne“ zur sportlichen Heimat der VfB-Familie.

Als einschneidendes Datum ist das Jahr 1962 zu sehen.
Vorstand W.Klempp überzeugte die VfB-Familie von den Vorteilen eines Wechsels zum Badischen Fußballverband.
Schon in der 1.Saison wurde man Meister der B-Klasse Nord. Die Saison 1965/1966 brachte die Meisterschaft der A-Klasse Sinsheim und den Aufstieg in die damalige 2.Amateurliga. Als Vater dieser Erfolge ist Trainer Gerhard (Hartle) Walter zu nennen.
1969 wurde der VfB Kreispokalsieger. Nach weniger erfolgreichen Jahren gelang 1978 die Meisterschaft der A-Klasse und Aufstieg in die damalige Bezirksliga Heidelberg-Sinsheim.
Nach überaus verdienstvollen 22 Jahren als 1.Vorstand übergab W.Klempp1981 das Zepter an Paul Gramling, der seine Vorstellungen hinsichtlich Außendarstellung und Kooperation beim Stadionausbau mit dem TV Bad Rappenau erfolgreich umsetzte. Im Jahre 1985 löste der 2.Vorsitzende Walter Bräumer Paul Gramling als Vereinschef ab.
In den folgenden Jahren führten Svante Späth(11 J.), Rainer Remmele (4 J.), Ralf Bittler (3 J.) und Roland Moser, von Sept.2010 bis zu seinem tragischen Tod 2011, den VfB.
Als absoluter sportlicher Höhepunkt der letzten 20 Jahre ist die Meisterschaft der Bezirksliga Sinsheim zu nennen. Brauchte man doch nach 8 Punkten Vorsprung als Tabellenführer 2 Entscheidungsspiele, vor weit über 1500 Zuschauern, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Leider musste die Mannschaft 1993 den Abstieg aus der Landesliga hinnehmen.
Nach weiteren sportlichen Misserfolgen folgte der Abstieg in die Kreisklasse A.
Dank engagierter und sachkundiger Förderung in der Jugendarbeit, haben sich vorwiegend „Eigengewächse“ zu einer motivierten jungen Mannschaft gefunden, die auf attraktive und erfolgreiche Spiele hoffen lässt.